HBM: Entladung zum Bauteil
Das Human Body Model dient der reproduzierbaren Bauteilklassifizierung für ein definiertes, personenähnliches Entladungsereignis. Personenerdung adressiert einen wichtigen Teil des zugehörigen Fertigungsrisikos.
CDM: Entladung vom Bauteil
Beim Charged Device Model wird Ladung auf dem Bauteil gespeichert und sehr schnell über einen Anschluss abgeführt. Materialfluss und automatische Handhabung sind daher besonders relevant.
Keine einfache Umrechnung
HBM- und CDM-Festigkeit werden getrennt angegeben. Weder Spannungswerte noch Klassen werden über einen pauschalen Faktor ineinander umgerechnet oder direkt auf reale Feldereignisse übertragen.
Praxisvertiefung
HBM und CDM prozessbezogen statt numerisch vergleichen
Gleiche Spannungszahlen aus verschiedenen Modellen bedeuten keine gleiche Beanspruchung. Stromform, Quelle, Kapazität, Kontakt und getesteter Ereignispfad unterscheiden sich.
Beide Modelle in der Risikobewertung erhalten
HBM lenkt den Blick auf geladene Personen oder Quellen, CDM auf das geladene Bauteil und schnelle Kontakte. Ein robustes Kontrollprogramm berücksichtigt beide Datenarten, soweit sie für das Produkt verfügbar und relevant sind.
- Prüfstandard und Modell zum Zahlenwert mitführen
- Keine direkte Rangfolge nur aus Spannungswerten bilden
- Manuelle und automatisierte Handhabung getrennt analysieren
- Prozesskontrollen dem Ereignispfad zuordnen
Quellen und weiterführende Dokumente
Fachlich geprüft
August 2026
Verwandte Begriffe
Begriff
HBM
Standardisiertes Modell zur Beschreibung einer Entladung des menschlichen Körpers in ein Bauteil.
Begriff
CDM
Das Charged Device Model klassifiziert die Empfindlichkeit eines aufgeladenen Bauteils bei schneller Entladung gegen ein niedrigeres Potential.
Begriff
ESDS
ESDS sind Bauteile, Baugruppen oder Geräte, die durch elektrostatische Ereignisse beschädigt oder beeinträchtigt werden können.
Ratgeber
Personenerdung
Personenerdung verhindert, dass sich Ladung auf Mitarbeitern ansammelt und unkontrolliert in empfindliche Bauteile entlädt.
Ratgeber
ESD-Risikoanalyse
Eine ESD-Risikoanalyse verbindet Bauteilempfindlichkeit, offene Handhabung, Ladungsquellen und bestehende Kontrollen.