ESD-Lexikon

Charged Device Model (CDM)

Beim Charged Device Model ist das Bauteil selbst geladen und entlädt sich über einen Anschluss gegen eine leitfähige Fläche oder ein niedrigeres Potential. Das standardisierte Bauteilprüfmodell ist besonders für Risiken in automatisierter Handhabung relevant.

Auch bekannt als: Charged Device Model, CDM-Entladung

Das Bauteil ist die Ladungsquelle

Kontakt und Trennung, Transport oder ein elektrostatisches Feld können ein zunächst isoliertes Bauteil aufladen. Beim anschließenden Kontakt kann eine sehr schnelle Entladung über einen Pin entstehen.

Standardisierte Klassifizierung

JS-002 definiert Prüfaufbau, Belastung und Bewertung für Bauteile. Das Ergebnis dient der Empfindlichkeitsklassifizierung; es bildet nicht jede reale Anlagenentladung identisch ab.

Folgen für automatisierte Prozesse

Zuführungen, Trays, Greifer, Kontakte und isolierte Leiter werden als Gesamtablauf betrachtet. Erdung allein kontrolliert nicht jedes aufgeladene oder isolierte Objekt.

Praxisvertiefung

CDM-Risiken in schnellen Prozessen erkennen

Beim CDM ist das Bauteil selbst geladen und entlädt sich über einen Anschluss. Automatisierung, isolierte Träger, Rutschen, Förderer und schnelle Kontakte können deshalb besonders relevant sein.

Bauteilaufladung bis zum Kontakt verfolgen

Die Analyse betrachtet, wie das Bauteil Ladung erhält, ob es isoliert bleibt und welcher Pin oder Kontakt zuerst einen Entladungspfad bildet. Personenerdung allein unterbricht diesen Mechanismus nicht zuverlässig.

  • Bauteilbewegung und Materialtrennung beobachten
  • Isolierte Bauteilträger und Greifer bewerten
  • Erstkontakt und Kontaktgeschwindigkeit untersuchen
  • Erdung, Material und Ionisation unter realem Takt qualifizieren

Quellen und weiterführende Dokumente

Fachlich geprüft

August 2026

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