Ursache benötigt Evidenz
Fehleranalyse, Prozessdaten und geeignete elektrische beziehungsweise physikalische Untersuchungen werden kombiniert; ein Ausfallbild allein beweist kein ESD-Ereignis.
Praxisvertiefung
Sichtprüfung kann weder sicher bestätigen noch ausschließen
Manche Schäden sind physikalisch sichtbar, andere nur elektrisch messbar oder mit spezialisierten Analyseverfahren lokalisierbar. Ein sichtbares Schadensbild besitzt zudem selten eine eindeutige Ursache.
Belastbare Fehlerzuordnung
Ausgangszustand, Fehlerfunktion, Pinbezug, Prozesshistorie und mögliche Stresspfade werden gesichert. Elektrische und physikalische Analysen folgen einer evidenzerhaltenden Reihenfolge; ESD bleibt eine Hypothese, bis mehrere Befunde sie stützen.
- Produkt vor Veränderung und Reinigung dokumentieren
- Elektrisches Fehlerbild reproduzierbar beschreiben
- ESD und EOS als Alternativen prüfen
- Unsicherheit im Analysebericht sichtbar lassen
Quellen und weiterführende Dokumente
Fachlich geprüft
August 2026
Verwandte Begriffe
Begriff
Latenter ESD-Schaden
Ein latenter ESD-Schaden kann die Lebensdauer oder Robustheit eines Bauteils beeinträchtigen, ohne sofort einen eindeutigen Funktionsausfall zu erzeugen.
Begriff
ESDS
ESDS sind Bauteile, Baugruppen oder Geräte, die durch elektrostatische Ereignisse beschädigt oder beeinträchtigt werden können.
Begriff
EOS
Electrical Overstress ist eine elektrische Überbeanspruchung eines Bauteils; ESD ist eine mögliche, aber nicht die einzige Ursache elektrischer Schäden.