ESD-Wissen

ESD-Schutz in der Automobilindustrie

Automotive-ESD umfasst unterschiedliche Ebenen: Bauteilempfindlichkeit, ESD-Kontrolle in Fertigung und Logistik sowie Robustheitsprüfungen am Fahrzeug oder System. Diese Ebenen verwenden unterschiedliche Verfahren und dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Auch bekannt als: Automotive ESD, ESD Fahrzeugindustrie

Kundenanforderungen eindeutig erfassen

OEM-, Tier- und standortspezifische Vorgaben werden zusammen mit Normausgabe, Produkt und Prozess in einer Anforderungsmatrix gelenkt.

Bauteil-, Fertigungs- und Systemebene trennen

HBM/CDM klassifizieren Bauteile, IEC 61340-5-1 strukturiert das Fertigungsprogramm und Fahrzeugprüfungen adressieren andere Ereignisse. Ein bestandener Test ersetzt keinen anderen.

Information durch die Lieferkette sichern

Empfindlichkeit, Verpackung, Handhabung, Änderungen und Abweichungen müssen an den relevanten Schnittstellen verfügbar und rückverfolgbar sein.

Praxisvertiefung

ESD-Anforderungen in Automotive-Lieferketten konsistent halten

Automotive-Projekte verbinden Bauteildaten, Kundenanforderungen, Fertigungsstandorte, Lieferanten, Prüfprozesse und langjährige Änderungen. Ein allgemeines Standortprogramm muss deshalb projektspezifische Vorgaben kontrolliert aufnehmen.

Vom Bauteil bis zum Feldrückläufer

Empfindlichkeits- und Verpackungsdaten werden über Beschaffung, EMS, Montage, Test und Versand weitergegeben. Änderungen an Teilenummer, Revision, Lieferant oder Prozess lösen eine Betroffenheitsprüfung aus; Rückläufer werden hypothesenbasiert analysiert.

  • Kunden- und Normausgabe je Projekt dokumentieren
  • ESD-Daten in Zeichnung und Lieferkette konsistent halten
  • Änderungen und Abweichungen vor Lieferung melden
  • Fehleranalyse und Prozessdaten miteinander verbinden

Quellen und weiterführende Dokumente

Fachlich geprüft

August 2026

Zurück zu Wissen