ESD-Wissen

ESD-Audit planen und durchführen

Ein ESD-Audit vergleicht dokumentierte Anforderungen mit Nachweisen und der tatsächlichen Praxis. Es betrachtet Management, Qualifikation, Prozesse, technische Kontrollelemente, Abweichungen und deren wirksame Korrektur.

Auch bekannt als: ESD-Systemaudit, ESD Program Audit

Auditumfang und Kriterien festlegen

Standorte, Prozesse, Produkte, Schichten und anwendbare Regelwerke werden vorab abgegrenzt. Auditkriterien stammen aus dem freigegebenen Kontrollprogramm, Verträgen und den tatsächlich angewendeten Normausgaben.

Dokumente, Beobachtung und Stichproben verbinden

Ein Audit prüft nicht nur Unterlagen. Interviews, Beobachtungen in der EPA und nachvollziehbare Stichproben zeigen, ob Vorgaben verstanden, angewendet und überwacht werden.

Feststellungen wirksam schließen

Jede Abweichung erhält Verantwortlichkeit, Ursachenanalyse, Maßnahme, Termin und Wirksamkeitsnachweis. Eine erledigte Aufgabe ist erst dann geschlossen, wenn das zugrunde liegende Risiko kontrolliert ist.

Praxisvertiefung

ESD-Audits evidenzbasiert und prozessorientiert durchführen

Ein Audit prüft nicht nur sichtbare Ausstattung. Es verfolgt Anforderungen und Nachweise anhand realer Produkte durch Planung, Beschaffung, Handhabung, Prüfung, Abweichung und Änderung.

Auditpfad vom Produkt aus planen

Scope, Kriterien und Stichprobe werden vorab festgelegt. Eine Produktfamilie oder ein Auftrag wird vom Empfindlichkeitsdatum über Arbeitsplatz und Verpackung bis zu Prüf- und Schulungsnachweisen verfolgt.

  • Auditkriterien und gültige Dokumentversion bestimmen
  • Repräsentative Produkte, Schichten und Standorte wählen
  • Dokument, Interview und Beobachtung kombinieren
  • Stichprobengrenzen transparent festhalten

Feststellungen objektiv formulieren

Eine Abweichung verbindet konkrete Sollforderung, beobachteten Istzustand und objektive Evidenz. Ursache und Maßnahme werden nicht ohne Analyse vom Auditor vorgegeben; der verantwortliche Prozess bearbeitet sie kontrolliert.

  • Konformität, Abweichung und Hinweis trennen
  • Betroffenen Umfang nicht über- oder unterschätzen
  • Sofortschutz bei akuter Exposition anstoßen
  • Korrektur und Wirksamkeit nachverfolgen

Quellen und weiterführende Dokumente

Fachlich geprüft

August 2026

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