Normenwissen

IEC 61340 – Normenreihe zur Elektrostatik

IEC 61340 ist eine Normenreihe zur Elektrostatik. Für den betrieblichen Schutz elektronischer Bauteile ist Teil 5-1 das zentrale Anforderungsdokument; weitere Teile behandeln Umsetzung, Compliance Verification, Verpackung und konkrete Prüfverfahren.

Auch bekannt als: DIN EN IEC 61340, Normenreihe 61340

Norm auf einen Blick

Normbezeichnung
IEC 61340
Ausgabe
Zentral noch zu verifizieren
Status
aktuell
Relevant für
ESD-Kontrollprogramme, Produktqualifikation, Compliance Verification, Mess- und Prüfverfahren

Normenfamilie zu elektrostatischen Phänomenen, Messverfahren, spezifischen Anwendungen und dem Schutz elektronischer Bauteile.

Offizielle Quelle: International Electrotechnical Commission

Wie die Reihe aufgebaut ist

Die Reihe besteht aus mehreren eigenständigen Dokumenten. Grundlagen- und Messteile erklären Begriffe und Messverfahren, Teile 4-x behandeln bestimmte Anwendungen und Teile 5-x den Schutz elektronischer Bauteile im ESD-Kontrollprogramm.

Die zentralen Teile für Unternehmen

IEC 61340-5-1 enthält Anforderungen an das Kontrollprogramm. IEC TR 61340-5-2 unterstützt die Umsetzung, IEC 61340-5-3 behandelt Verpackungen und IEC TS 61340-5-4 die Compliance Verification.

Nicht jeder Teil gilt für jede Messung

Das anzuwendende Dokument folgt Kontrollelement, Prüfzweck und vertraglichem Geltungsbereich. Eine Nummer aus derselben Reihe darf nicht ohne Prüfung als austauschbares Messverfahren verwendet werden.

Praxisvertiefung

Die IEC-61340-Reihe gezielt im Unternehmen nutzen

Die Normenreihe behandelt unterschiedliche elektrostatische Themen. Für einen konkreten Prozess müssen daher die passenden Teile, ihre Ausgabe und ihr jeweiliger Anwendungsbereich identifiziert werden.

Normenlandkarte statt Einzeldokument

Eine Organisation führt nicht nur einen bekannten Normenteil, sondern ordnet Produktkontrollprogramm, Prüfverfahren, Verpackung, Boden oder weitere Spezialthemen den tatsächlich benötigten Dokumenten zu. Dabei werden normative Anforderungen, Leitfäden und Prüfmethoden unterschieden.

  • Anwendungsfall und Produktart zuerst beschreiben
  • Dokumenttyp und Geltungsbereich prüfen
  • Ausgabe und nationale Übernahme dokumentieren
  • Kundenforderungen zusätzlich in die Matrix aufnehmen

Änderungen kontrolliert übertragen

Eine neue Ausgabe führt nicht automatisch zu einer ungeprüften Komplettumstellung. Zuerst werden technische Änderungen und Vertragsbezug bewertet; danach folgen betroffene Verfahren, Kriterien, Schulungen, Lieferanten und Nachweise.

  • Alt- und Neuausgabe fachlich vergleichen
  • Betroffene Prozesse und Dokumente identifizieren
  • Übergang, Freigabe und Verantwortliche planen
  • Umsetzung durch Prüfung oder Audit verifizieren

Quellen und weiterführende Dokumente

Fachlich geprüft

August 2026

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