ESD-Wissen

Themenwelt Schulung & Management

Sofortmaßnahmen nach einem vermuteten ESD-Vorfall

Bei einem vermuteten ESD-Vorfall wird zuerst weitere Exposition verhindert: offene ESDS, betroffene Lose, Arbeitsplatz und relevante Daten werden gesichert. Danach folgen dokumentierte Risikobewertung, Abweichungsbericht und gegebenenfalls CAPA; ein beobachteter Funke oder eine Kontrollabweichung beweist nicht automatisch einen Produktschaden.

Exposition beenden und Zustand erhalten

Offene Einheiten werden kontrolliert geschützt, relevante Lose abgegrenzt und auffällige Betriebsmittel nicht vorschnell gereinigt, repariert oder weiterbenutzt.

Vergängliche Evidenz sichern

Zeit, Ablauf, Beteiligte, Arbeitsplatzstatus, Umgebungs- und Prüfwerte, Testerlogs, Messgeräte und kürzliche Änderungen werden erfasst, bevor der Zustand verändert wird.

Produktrisiko separat bewerten

Empfindlichkeit, mögliche Entladungswege, Prozessphase, Expositionsdauer und Aussagekraft nachfolgender Tests bestimmen die dokumentierte Produktentscheidung.

In Abweichung und CAPA übergeben

Der Vorfall wird mit objektivem Befund und gesicherter Evidenz dokumentiert. Erst danach werden Ursache, systemische Maßnahme und Wirksamkeitsprüfung im CAPA-Prozess geführt.

Quellen und weiterführende Dokumente

Quellengeprüft

September 2026

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