Zuerst festlegen, welche Aussage benötigt wird
Die Auswahl beginnt nicht mit einer Geräteklasse, sondern mit der Frage, welche Eigenschaft oder welches Kontrollelement nachgewiesen werden soll. Ein Gerät kann für eine Aufgabe sehr geeignet und für eine andere fachlich ungeeignet sein.
Für wiederkehrende Compliance-Verifikation ist außerdem wichtig, ob das Gerät mit dem festgelegten Verfahren, Zubehör und der internen Prüfmittelüberwachung zusammenpasst.
| Prüfaufgabe | Typische Geräteklasse | Wichtige Ergänzung |
|---|---|---|
| Widerstand einer Fläche oder eines Ableitpfads | Widerstandsmessgerät | passende Elektroden, Leitungen und definierter Bezugspunkt |
| Elektrostatische Felder lokalisieren | Elektrofeldmeter | definierter Abstand und dokumentierte Geometrie |
| Ionisator beurteilen | Charge Plate Monitor | Messposition am tatsächlichen Einsatzort |
| Körperaufladung beim Gehen beurteilen | Körperspannungs-/Walking-Test-Messtechnik | definierte Schuh-Boden-Kombination und Bewegungsablauf |
| Personenerdung im Alltag kontrollieren | Personentester | freigegebener betrieblicher Testprozess |
Gerät und Zubehör als Messsystem auswählen
Messbereich, Prüfspannungen, Elektroden, Anschlüsse, Anzeige, Datenexport, Kalibrierbarkeit und Umgebungsbedingungen müssen zur konkreten Methode passen. Zubehör ist deshalb kein nachträgliches Extra, sondern Teil der Messkette.
- Prüfobjekt und gewünschte Aussage definieren.
- Anwendbares Verfahren und benötigte Messgröße festlegen.
- Geräteklasse und notwendiges Zubehör ableiten.
- Messbereich, Einstellungen und Dokumentationsanforderungen prüfen.
- Kalibrierung, Zwischenkontrollen und Ersatzstrategie vor Beschaffung festlegen.
Praxisbeispiel: Ein Gerät für den EPA-Rundgang?
Ein Betrieb möchte mit einem einzigen Messgerät Arbeitsflächen, Boden, geladene Folien und einen Ionisator prüfen. Ein universelles Gerät kann zwar mehrere Funktionen kombinieren, die Prüfaufgaben bleiben aber unterschiedlich. Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl der Funktionen auf dem Datenblatt, sondern ob jede relevante Messung mit geeignetem Zubehör und definiertem Verfahren reproduzierbar durchgeführt werden kann.
Typische Fehlentscheidungen bei der Beschaffung
Problematisch sind Geräte, die nur wegen eines großen Messbereichs oder einer ESD-Kennzeichnung gewählt werden. Ebenso riskant ist es, eine vorhandene Messmethode nachträglich an das gekaufte Gerät anzupassen, statt das Gerät aus dem freigegebenen Verfahren abzuleiten.
- Multimeter als Ersatz für spezialisierte ESD-Messtechnik behandeln
- Elektroden und Leitungen bei der Auswahl vergessen
- Gerätedaten mit einer vollständigen Prüfmethodik verwechseln
- Kalibrier- und Funktionskontrollen erst nach dem Kauf organisieren
Häufige Fragen zu ESD-Messgerät auswählen
Quellen und weiterführende Dokumente
Fachlich geprüft
September 2026
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Wiederkehrende Kontrolle der Wirksamkeit aller ESD-Schutzmaßnahmen im Rahmen des Kontrollprogramms.
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Auswahl, Funktionskontrolle und Kalibrierung von ESD-Messgeräten müssen zum Prüfverfahren und Messbereich passen.
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Messgeräte-Finder
Prüfobjekt und gewünschte Aussage auswählen und eine passende ESD-Messgeräteklasse mit Zubehör, Grenzen und Fachguides ableiten.