ESD-Lexikon

Themenwelt Messen & Prüfen

Charge Plate Monitor

Ein Charge Plate Monitor nutzt eine leitfähige Prüfplatte, um die Wirkung eines Ionisationssystems reproduzierbar zu bewerten. Er kann sowohl die Offsetspannung beziehungsweise Ion Balance als auch das Decay-Verhalten erfassen. Das Ergebnis gilt immer für den dokumentierten Prüfaufbau und die konkrete Messposition.

Auch bekannt als: CPM, Charged Plate Monitor, Entladezeitmessgerät

Prüfplatte bildet einen definierten Messkörper

Die leitfähige Platte des CPM wird als definierter Prüfkörper genutzt. Ihr Spannungszustand wird kontrolliert erfasst, während das Ionisationssystem unter festgelegten Bedingungen auf sie wirkt.

Ion Balance beziehungsweise Offsetspannung bewerten

Die Balance-Messung betrachtet den Spannungszustand, der sich an der Prüfplatte im Ionisationsfeld einstellt. Sie beantwortet nicht dieselbe Frage wie die Neutralisationszeit und wird deshalb getrennt dokumentiert.

Decay beschreibt den Ladungsabbau über die Zeit

Für die Decay-Messung wird die Prüfplatte gemäß dem angewendeten Verfahren in einen definierten geladenen Zustand gebracht und der Spannungsverlauf während der Neutralisation verfolgt. Start-, End- und Auswertelogik stammen aus dem festgelegten Prüfverfahren und werden nicht frei gewählt.

Messposition gehört zur Aussage

Abstand, Winkel, Luftstrom, Hindernisse, Produktgeometrie und Geräteeinstellung beeinflussen das Ergebnis. Eine Messung in kurzer Distanz direkt vor dem Gerät ersetzt deshalb nicht die Verifikation am relevanten Produktort.

Was mit jedem CPM-Ergebnis dokumentiert werden sollte
AngabeWarum relevant
CPM / Prüfmittel-IDRückverfolgbarkeit des Messsystems
MesspositionErgebnis gilt für diesen Ort
Abstand / Winkelbeeinflusst die reale Ionisationswirkung
Geräteeinstellungwichtig für Vergleich und Trend
Luftweg / Hindernissekönnen die Wirkzone verändern
Prüfverfahrendefiniert Lade-, Mess- und Auswertelogik

CPM ist Messmittel, nicht Freigabeentscheidung

Der Charge Plate Monitor liefert Messdaten. Ob ein Ergebnis akzeptabel ist, ergibt sich aus dem für die konkrete Anwendung festgelegten ESD-Kontroll- und Prüfkonzept. Das Gerät selbst definiert keine universelle Freigabegrenze.

Quellen und weiterführende Dokumente

Quellengeprüft

September 2026

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